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Archive für 17.2.2010
Theater am 17.02.2010, Die Ehe der Maria Braun / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


»Die Ehe der Maria Braun«, der 38. Film im kurzen Leben von Rainer Werner Fassbinder, ist der erste Teil der BRD-Trilogie (neben »Lola« und »Die Sehnsucht der Veronika Voss«) und bildet das Zentrum von Fassbinders Auseinandersetzung mit den Gründungsmythen der Bundesrepublik.
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Theater am 17.02.2010, Herr Puntilla / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..

von Bertolt Brecht
„Dir kommt’s nur darauf an, dass du Arbeit hast, ich muss sie einem nützlichen Ziel zuleiten.“ Nüchtern ist der finnische Gutsbesitzer Puntila ein Ausbeuter, betrunken wird er human. Seinem Chauffeur Matti vertraut er die Angst vor seinen Stimmungsumschwüngen genauso an wie seinen Kummer darüber, dass ihn die bevorstehende Hochzeit seiner Tochter Eva ein Waldgrundstück als Mitgift kosten soll. Seiner Tochter rät der betrunkene Puntila von der Heirat mit dem Attaché, einem blutleeren Schwächling, ab. Eva hat längst ein Auge auf Matti geworfen. Es kommt ihr sehr entgegen, als Puntila ihr eine Hochzeit mit „seinem Freund“ ans Herz legt. Matti, der die Wechselbäder seines Herrn immer wieder ertragen muss, glaubt dagegen, dass die unterschiedliche Klassenzugehörigkeit ein unüberwindbares Problem darstellt. Eva wird einer Eheprüfung unterzogen: Für die Ehe mit dem Knecht taugt sie nicht. Puntila will nun dem Alkohol abschwören und beseitigt in einem Exzess sämtliche Alkoholvorräte. Volltrunken verspricht er dem Knecht, ihm die Hälfte seines Waldes zu überschreiben. Matti hat die Nase voll. Er weiß zu gut, dass sein Herr, wieder nüchtern, alles in Bewegung setzen wird, um die Schenkung rückgängig zu machen. Er verlässt den Hof.
Übernahme vom Thalia Theater Hamburg
Berlin-Premiere
30. Oktober 2009
Regie Michael Thalheimer
Bühne Henrik Ahr
Kostüme Barbara Drosihn
Musik Bert Wrede
Besetzung
Rollen einblendenRollen ausblenden
Norman Hacker (Puntila, Gutsbesitzer), Katrin Wichmann (Eva Puntila, seine Tochter), Andreas Döhler (Matti, sein Chauffeur), Markus Graf (Der Richter), Ole Lagerpusch (Der Attaché), Olivia Gräser (Das Apothekerfräulein), Claudia Eisinger (Das Kuhmädchen), Katrin Klein (Die Telefonistin), Jürgen Huth (Der Probst)
Termine
17. Februar 2010, 20.00 - 21.40 Uhr, B-Preise Tickets
12. März 2010, 20.30 - 22.10 Uhr, B-Preise Tickets
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Ballett am 17.02.2010, Schwanensee / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


Patrice Bart
Musik
Peter I. Tschaikowsky
Bühnenbild und Kostüme
Luisa Spinatelli
Musikalische Leitung
Felix Krieger
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Odette | Odile
Shoko Nakamura
Siegfried
Wieslaw Dudek
Königin
Viara Natcheva
Benno
Dinu Tamazlacaru
Rotbart
Leonard Jakovina
Staatsballett Berlin
SCHWANENSEE ist eines der schönsten Ballette überhaupt.
Mit den Mitteln des klassischen Tanzes erzählt es die Geschichte von Prinz Siegfried und der verzauberten Prinzessin Odette, die in Schwanengestalt gefangen ist. Das Staatsballett Berlin tanzt SCHWANENSEE in der Choreographie von Patrice Bart, der zeitlebens mit der Pariser Oper verbunden gewesen ist.
In seiner Neuinszenierung nach Marius Petipa und Lew Iwanow hat er die berühmten Schwanenbilder beibehalten, aber die
dramaturgische Funktion der Figuren um den unglücklichen Prinzen herum vorsichtig modifiziert. Prinz Siegfrieds Mutter, die ihren Sohn abgöttisch liebt, hat alle Fäden seines Schicksals in der Hand. Psychologisch ausgedeutet setzt Patrice Bart auch den eifersüchtigen Benno und die Figur des einflussreichen Rotbart in ein neues Licht. Peter I. Tschaikowskys unverwechselbare Komposition trägt wesentlich zu dem Nimbus bei, von dem SCHWANENSEE bis heute umgeben ist. Die Wirkung der Bilder weißer Schwäne, vor deren symmetrischen Raummustern Odette und Prinz Siegfried zueinander finden, oder die festlichen Ballszenen, in denen der ganze Hofstaat wie im Rausch der verführerischen Odile verfällt, all das gehört zum Mythos SCHWANENSEE.Das Staatsballett Berlin übernimmt diese überaus erfolgreiche Produktion auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin, und Patrice Bart wird die Wiederaufnahme mit einer Neueinstudierung an die imposante Größe dieser Bühne anpassen.
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Party am 17.02.2010, Ladies First - typisch deutsch! Special / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


REAL (urban legendz / myspace.com/djrealberlin)
- finest black & oldschool meets house&electro
DJ MEO
- electronic clubsounds
The German Tanzparkett “wir feiern deutsche Hits” : Deutsch Pop, Rock, Kult & Disco Schlager / NDW by:
DJ ZISSA
sexy dancer & ladys animation
+ Happy Hour pay 1 get 2 - all night long !
- auf Biere & offene Getränke
Ladies bis 0 Uhr - freier Eintritt
Eintritt regulär : 5,- EUR
Im Februar stellen wir für EUCH die deutsche Party-Musikwelt
in die herzliche Mitte des lautesten Musikreaktors Berlins
Einen Monat lang begleitet uns jeweils Mittwochs und Samstags
ein neuer Dancefloor – THE GERMAN TANZPARKETT - der
Special Dancefloor.
Unsere DJs präsentieren einen genialen
Querschnitt durch die deutsche Partymusik! Die größten Hits
der deutschen Pop- und Rock-Geschichte. Ob kultige Schlager
der 70er, die wilden 80er mit ihrer Neuen Deutschen Welle
oder Rockund Pop der 90er gepaart mit Ohrwürmern aktueller
deutschsprachiger Bands – wir bieten alles, was deutsche
Musikgeschichte geschrieben hat. Jede Zeit hat ihre Hits,
ihre Klassiker und vor allem ihre Berechtigung. Wer hätte
schon gedacht, dass die heutige Generation nach der Musik
feiert, von der sich die vorherige Generation durch Ihre
Eltern genervt fühlte? Alles wird gekonnt kombiniert, ohne
dabei in einer Schublade stecken zu bleiben. Doch alle Songs
haben eins gemeinsam: sie sind “typisch deutsch!” und zeigen
eine Zeitreise durch die deutsche Party-Musikwelt.
Das Publikum wird jede Menge Spaß haben. Emotionen und
Erinnerungen werden geweckt – und nicht ein Refrain,
der nicht mitgesungen werden kann – und soll!
Typisch deutsch - mal weich, mal hart - mal rockig, mal
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Ausstellung am 17.02.2010, George Grosz. Korrekt und anarchisch / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


Wie früh Grosz die Repräsentanten der Gesellschaft ins Visier nahm und in der Darstellung von Typen und Typischem auch deren Geisteshaltungen erfasste, offenbart ein noch weithin unbekanntes, umfassendes Konvolut an Blättern aus den Jugendjahren, das zusammen mit 23 Porträtstudien zu seinen Bildnissen von Max Herrmann-Neisse erst 1984 in Berlin wiedergefunden wurde.
Insbesondere die Skizzenbücher dokumentieren als Kern der Ausstellung das Vokabular des Künstlers, der überall, in Berlin und New York, in den Straßen der Großstädte und am Urlaubsstrand mit Stift und Notizbuch bewaffnet war, um seine Eindrücke spontan und präzise zu notieren. Seine mit spitzem Stift erfassten An- und Einsichten zeigen sich so pointiert wie komprimiert in den Zeichnungen, in graphischen Folgen und zeitgenössischen Publikationen. Dieses Zusammenwirken von Original und gedrucktem Werk zur größtmöglichen medialen Verbreitung seiner Kritik an Gesellschaft, Staat und Kirche findet sich in Zeitschriften wie “Der blutige Ernst”, “Die Pleite” und berühmten Graphikfolgen wie “Gott mit uns”, “Hintergrund” oder “Ecce Homo”, die den Künstler mehrfach vor Gericht brachten.
Dadaistische Montagen, Künstlerpostkarten sowie Bild- und Textcollagen verdeutlichen, wie konsequent Grosz mit dem Prinzip der Montage Lebenswirklichkeiten verdichtet hat. Eine Vielzahl privater und offizieller Fotografien, darunter Porträts von Arnold Newman und Irving Penn, sowie Film- und Tondokumente komplettieren den vielschichtigen Überblick.
Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Publikation: “George Grosz montiert”. Herausgegeben von der Akademie der Künste, Berlin 2010.
> mehr www.adk.de/grosz
Die Ausstellung wird gefördert von der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.
Die Ausstellung auf einen Blick:
Wo: Akademie der Künste Pariser Platz
Wann: 24. Januar bis 5. April 2010
Öffnungszeiten: Di - So, 11 bis 20 Uhr
Eintritt: 5,- Euro/erm. 3,- Euro
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Ausstellung am 17.02.2010, Paul Pfeiffer “The Saints” / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


10. Oktober 2009 - 2. Mai 2010
In seinen innovativen Videos und Skulpturen untersucht Paul Pfeiffer die Macht der Bildkultur und beschäftigt sich mit der Frage, wie Bilder hergestellt werden. Sein Werk animiert die Betrachter, ihren Blickwinkel zu verändern. Die zentrale Arbeit der Ausstellung ist Pfeiffers Klang- und Videoinstallation “The Saints”, eine Neuinszenierung des Endspiels der legendären Fußballweltmeisterschaft von 1966 zwischen (West-) Deutschland und England im Londoner Wembley-Stadion.
“The Saints” wurde 2007 von Artangel in London als Auftragsarbeit ausgeführt und im Herbst des gleichen Jahres in einem leeren Lagerhaus, einige Meter entfernt vom legendären Wembley Stadion, uraufgeführt. Inzwischen wurde die Arbeit für die Sammlung der Nationalgalerie erworben mit der freundlichen Unterstützung von Outset Contemporary Art Fund, London. Basierend auf originalem Film- und Soundmaterial, beleuchtet und reinszeniert die mehrteilige Klang- und Videoinstallation das bedeutendste Sportereignis in Europas Nachkriegsgeschichte. Paul Pfeiffer hat das Finale von 1966 in eine entfernte neue Szene übertragen. Circa 1000 Filipinos wurden angeheuert, um in einem Kino in Manila auf den Philippinen, jubelnd, singend und skandierend das Spiel von 1966 akustisch zu begleiten und neu zu inszenieren.
Der überwältigende Sound singender und grölender Menschenmengen in der Installation “The Saints” begleitet die Besucher auch bei der Betrachtung von Pfeiffers “Empire” (2004, Leihgabe Julia Stoschek Foundation e. V.). Es handelt sich um ein Echtzeitvideo, das den Bau eines Wespennests während eines Zeitraums von drei Monaten zeigt. Der mentale Ort, der durch den Klang hervorgerufen wird, verwirklicht sich auch in Pfeiffers Skulptur “Vitruvian Figure” (2009, Leihgabe Sammlung Goetz), dem riesigen Modell eines Sportstadions.
Die Ausstellung findet statt im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen. Die Asien-Pazifik-Wochen werden unterstützt durch die Stiftung deutsche Klassenlotterie.
Alles auf einen Blick:
Was: Paul Pfeiffer - The Saints
Wann: 10. Oktober 2009 bis 28. März 2010
Wo: Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart
Öffnungszeiten:
* Di - Fr 10-18 Uhr
* Sa 11-20 Uhr
* So 11-18 Uhr
* Mo geschlossen
Eintritt: 12,- Euro | erm. 6,- Euro
Adresse: Paul Pfeiffer: The Saints
Invalidenstraße 50/51
10557 Berlin
zum Stadtplan
Nahverkehr:
S-Bahn:
S Berlin Hauptbahnhof: S5, S7, S75, S9
Bus:
Invalidenpark: 120, 123, 147, 240, 245
Scharnhorststr./Habersaathstr.: 120
Robert-Koch-Platz: 123, 240
Charité - Campus Mitte: 147
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Ausstellung am 17.02.2010, Wilde Welten / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


Das Georg-Kolbe-Museum befindet sich im ehemaligen Atelierhaus des Bildhauers Georg Kolbe (1877-1947). Dieser ließ sich das heutige Museum 1928-29 von Ernst Rentsch in der Tradition des Neuen Bauens errichten. Kolbe hatte testamentarisch verfügt, dass der größte Teil seines Nachlasses in eine private Stiftung übergehe sollte, die noch heute Trägerin des Museums ist.
Seit 1950 ist das Haus für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Zentrum der Sammlung stehen das Werk Kolbes sowie einige Arbeiten seiner Bildhauerkollegen. Durch Neuerwerbungen, Schenkungen und Dauerleihgaben konnte der Bestand seit 1980 verdoppelt werden. In über sechzig Sonderausstellungen widmete sich das Museum bisher der Bildhauerei des Zwanzigsten Jahrhunderts, aber auch übergreifenden Gebieten wie dem Tanz und der Fotografie.
Die Ausstellung “Wilde Welten – Aneignung des Fremden in der Moderne” thematisiert das Verhältnis der Moderne zu außereuropäischen Kulturen in der Kaiserzeit und in der Weimarer Republik. Am Beispiel der künstlerischen Auseinandersetzungen mit Afrika und Ozeanien zeigt die Ausstellung, wie vielfältig die Beschäftigung mit dem Exotischen war und welche Präsenz das Fremde auch im Alltag in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte.
Die Ausstellung bettet die Kunstwerke, im Gegensatz zur gängigen Ausstellungspraxis, in einen kulturhistorischen Kontext. Plakate, Fotos, Werbung, so genannte Lebendabformungen, Alltagsgegenstände und Bücher machen die Präsens des Fremden in der Moderne anschaulich. Dabei wird der Fokus bewusst auf europäische Bildwelten des Fremden gelegt, um die Konstruktion des Fremden in westlichen Phantasien freizulegen.
Die Ausstellung auf einen Blick:
Was: Wilde Welten
Wann: 24. Januar bis 5. April
Wo: Georg-Kolbe-Museum
Öffnungszeiten: Di - So, 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
* 5,- Euro / erm. 3,- Euro
* unter 18 Jahren freier Eintritt
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Theater am 17.02.2010, LARS REICHOW mit ‘Der Unterhaltungskanzler’ / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..
Karten Di. - Do.: 15,- / Ermäßigt 10,- €
Freitag: 15,- / Ermäßigt 13,- / Samstag 20,- / Ermäßigt 15,- €
In einer Zeit, in der sich viele Deutsche Heidi Klum als Familienministerin vorstellen können und Deutschland beim Eurovision Song Contest mal wieder die letzten Plätze belegt, in der sich das Augenmerk auf das Dekolleté der Regierungschefin legt und die Grabenkämpfe zwischen recht(s)schaffenden und linksdrehenden Kulturen toben, da braucht es einen, der das Ruder herumreißt.
Und endlich hat das Warten ein Ende, denn der Mainzer Kabarettist Lars Reichow greift nach der Macht: Kleinkunst statt Cohiba, Seriosität statt Saumagen und Genialität statt Gazprom. Als Unterhaltungskanzler möchte er neue Maßstäbe setzen und geht seinen Weg beharrlich wie der amerikanische Gouverneur, der als barbarischer Conan begann und jetzt den Sonnenstaat Kalifornien regiert.
Reichow macht reinen Tisch in verkrümelten Wohnungen, entreißt den Schwiegereltern die Richtlinienkompetenz, wagt mit Carla Bruni auf dem internationalen Parkett ein Tänzchen und löscht alle Konten in Liechtenstein. Gewohnt pointiert erkennt der Kleinkunstpreisträger die Zeichen der Zeit und schmiedet daraus eine Regierungserklärung, die keine Fragen offen lässt.
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Ausstellung am 17.02.2010, Koscher & Co. Über Essen und Religion / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..

Etwas ist „nicht ganz koscher“ oder eben doch – eine geläufige Redewendung. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich? Die Kaschrut, das jüdische Speisegesetz, und alles, was mit Essen im Judentum bis zum heutigen Tag zu tun hat, ist Thema der Ausstellung „Koscher & Co. Über Essen und Religion“. Zugleich sucht sie den Vergleich mit anderen Weltreligionen, vor allem mit Christentum, Islam und Hinduismus.
Von den uralten Kulturen Mesopotamiens bis in die Gegenwart
Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen von den alten Kulturen bis in die unmittelbare Gegenwart. Mehr als 700 Originale von 74 Leihgebern ergeben eine bunte Mischung aus Erhabenem und Trivialem, aus Ritualgegenständen und Alltagsutensilien, farbenfroh in Szene gesetzt.
Die Besucherinnen und Besucher stoßen auf antike Vasen und Statuetten, prachtvoll illustrierte hebräische und osmanische Handschriften, opulente Stillleben und delikate Zeichnungen – aber auch Stahl- und Plastikgerätschaften aus der modernen koscheren Küche wie den „Bug Checker“, der Käfer und Maden in Salat und Kohl aufspürt.
Dabei sind die Religionen nicht fein säuberlich voneinander getrennt und geordnet. Die Ausstellung entwickelt ihre Fragestellungen aus dem Judentum heraus, in ihren Antworten sucht sie den Vergleich mit anderen Religionen.
Ausstellung Koscher Und Co
(Foto: © Gross Family Collection, Tel Aviv)
Gefillte Fisch“ und Ramadan im Weltraum
Vielfalt spiegelt sich auch in den Persönlichkeiten wieder, die in der Ausstellung zu Wort kommen: Rabbiner, Islam-Wissenschaftler und Ayurveda-Anhänger, koschere Amateur- und Profiköche, Gegner und Befürworter des Schächtens. Da sind im Raum „Identitäten“ Pop-Songs („Gefillte Fisch“) ebenso zu hören wie der traditionelle Segensspruch Kiddusch. Und wer immer schon einmal wissen wollte, wie man die Fastenregeln des Ramadan im Stahlwerk, wenn nicht gar im Weltraum einhalten kann, der findet eine Antwort. Dass Nahrungstabus, die Unterscheidung von „rein“ und „unrein“, Opferhandlungen, Tischsitten, Zeremonien, besondere Festtagsspeisen, religiöse Vorstellungen und Rituale das Verhältnis der Menschen zur Nahrung auch dort beeinflussen, wo sie sich dessen gar nicht bewusst sind, auch das zeigt die Ausstellung.
Von flüsternden Tischen und frommen Küchenherden
Quer durch die gesamte Ausstellung laden 25 interaktive Medieninstallationen dazu ein, das eigene Wissen zu erproben: Wie halten es Muslime mit Alkohol oder den Beschwernissen und Freuden des Ramadan? Wie setzen sich junge Berliner Juden heute mit den Anforderungen der Kaschrut auseinander? An flüsternden Tischen und frommen Küchenherden, mit kritischen Kommentaren aus dem Off, in Filmen, Interviews und multimedialen Spielen bieten sie den Besucherinnen und Besuchern zusätzliche Informationen rund um das Thema Essen und Religion.
Mit nach Hause nehmen die Besucher aber auch Anregungen für den heimischen Herd: Wer einer „Rezeptspur“ durch die Räume folgt, kann mit einem digitalen Zauberlöffel Kochanleitungen für allerlei Speisen mit religiösem Hintergrund sammeln, die dann nach dem Museumsbesuch über die Ausstellungswebsite abrufbar sind.
Die Ausstellung auf einen Blick
Ausstellungsdauer: 9. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010
Wo: Jüdisches Museum Berlin
Öffnungszeiten: Mo: 10-22 Uhr, Die-So: 10-20 Uhr; Letzter Einlass für Besucher ist dienstags bis sonntags 19 Uhr, montags 21 Uhr.
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro
Adresse: „Koscher & Co. Über Essen und Religion“
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
zum Stadtplan
Nahverkehr:
U-Bahn:
U Hallesches Tor: U1, U6
Bus:
Franz-Klühs-Str.: 248
Jüdisches Museum: 248
Waldeckpark: 248
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Ausstellung am 17.02.2010, Vom Ballon zur Luftbrücke / Tip des Berliner Stadtmagazin
17.2.2010 von Dr. B..


Deutsche Luftfahrtgeschichte und -technik entdecken
Erfahren Sie bei einem Rundgang durch die Ausstellung, wie sich die Menschen am Ende des 18. Jahrhunderts mit Ballonen ihren Traum vom Fliegen verwirklichten. Wandeln Sie anschließend auf den Spuren des großen Flugpioniers Otto Lilienthal. Vier Gleiternachbauten sowie zahlreiche Dokumente vermitteln einen Eindruck von Lilienthals Forschungsarbeiten und Flugexperimenten.
Die Entwicklungen von Tüftlern, Bastlern und Phantasten prägten ab 1909 die Anfangszeit des Motorfluges. Entdecken Sie in einer historischen Werkstatt einige ausgefallene Flugapparate und werfen Sie einen Blick auf die dekorativen Pokale aus dieser Zeit. Mit dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich das Flugzeug zur Waffe. Eine umfassende Sammlung an Uniformen, Ehrenzeichen und Pokalen zeugt davon, wie die Flieger in dieser Zeit als Ritter der Lüfte gefeiert wurden.
Foto: Ein in seine Einzelteile zerlegter Flugmotor steht im Bereich Flugzeugtechnik
Ein in seine Einzelteile zerlegter Flugmotor steht im Bereich Flugzeugtechnik (© DTMB, Kirchner)
In den 1920er Jahren begannen die Menschen mit dem Flugzeug zu reisen. Bestaunen Sie die legendäre Junkers Ju 52 und schauen Sie sich an, wie sich der Reisekomfort gewandelt hat. Ein weiterer Bereich thematisiert, wie die Nationalsozialisten die Luftfahrtbegeisterung für ihre Zwecke missbrauchten, wie ihre Kriegspolitik die Luftrüstung prägte und wie schließlich der Luftkrieg mit voller Härte gegen Deutschland zurückschlug. Neben technischen Originalobjekten, darunter ein Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109 und eine Bücker Bü 181, finden Sie hier zahlreiche persönliche Erinnerungsstücke, Dokumente sowie Medienstationen. Diese erzählen vom Schicksal der Menschen, deren Leben gewollt oder ungewollt von der Luftfahrt geprägt wurde.
Auf dem Steg im vierten Obergeschoss können Sie sich über die Berliner Luftbrücke informieren. Außerdem haben Sie hier einen guten Blick auf die C-47 über der Terrasse. Der Rundgang schließt mit einem Ausblick auf den Wiederbeginn der deutschen Luftfahrt in den 1950er Jahren.
Foto: Das Sportflugzeug Arado Ar 79 hängt flugtauglich restauriert in der Ausstellung
Die Arado Ar 79 hängt flugtauglich restauriert in der Ausstellung (© DTMB, Kirchner)
Wertvolle Einzelstücke und seltene Klassiker
Seit der Gründung des Museums 1982 hat die Luftfahrtabteilung weltweit Objekte zusammengetragen. Neben Klassikern wie der Junkers Ju 52 oder der Bücker Bü 131 “Jungmann” umfasst die Sammlung Weltunikate wie die Jeannin Stahltaube, Baujahr 1914, die Raab-Katzenstein RK 9, Baujahr 1928, und die Arado Ar 79, Baujahr 1941. Von anderen Flugzeugen wie der Messerschmitt Bf 110 oder dem Sturzkampfbomber Junkers Ju 87 existieren heute nur noch wenige Maschinen. Das Deutsche Technikmuseum ist das einzige deutsche Museum, in dem diese Flugzeuge zu sehen sind.
Das Museum
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin-Kreuzberg
Telefon: 030 / 90 254-0
Fax: 030 / 90 254-175
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag / Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
Feiertage: siehe Besucherinfos
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