Gedenkstättenbesuch am 29.04.2011, Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park / Tip des Berliner Stadtmagazin

29.04.2011 08:00Uhr
Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park
Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park
Am Teptower Park
12435 Berlin
Homepage: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/friedhoefe_begraebnisstaetten/de/sowjet_ehrenmale/treptowerpark/index.shtml
Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park
Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park entstand nach der Auslobung eines Wettbewerbes zur Gestaltung einer Gedenkstätte durch den Militärrat der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.

Aus 33 Entwürfen wurde der Vorschlag eines sowjetischen “Schöpferkollektives” unter der Leitung des Architekten Jakow S. Belopolski, des Bildhauers Jewgeni W. Wutschetitsch, des Malers Alexander A. Gorpenko und der Ingenieurin Sarra S. Walerius zur Ausführung bestimmt. Noch im gleichen Jahr der Auslobung wurde mit dem Bau begonnen, so dass von Juni 1946 bis Mai 1949 der eindrucksvolle 10 ha große Ehrenfriedhof zwischen der Puschkinallee im Norden und der Straße Am Treptower Park im Süden entstand – anstelle des hippodromförmigen Spielplatzes inmitten des 1876 bis 1888 nach Plänen Gustav Meyers gestalteten Volksparks.

Die zwei Eingangsbereiche zum Ehrenmal, an der Puschkinallee und an der Straße am Treptower Park, sind mit zwei Rundbogenportalen aus Granit versehen. Die Zugangsalleen führen in den Vorhof mit der 3 Meter hohen Sitzfigur der “Mutter Heimat”. Eine von Trauerbirken flankierte Promenade führt durch zwei riesige stilisierte Fahnen aus rotem Granit zum eigentlichen Ehrenhain. Zu Füßen des erhöhten Bereiches um das Fahnenmassiv liegt das Friedhofsparterre, gebildet aus fünf rechteckigen Rasenflächen. Hier wurden über 7.000 Gefallene beigesetzt. Diese Grabstätten werden von einem breiten Schmuckmosaikweg gerahmt. Zu beiden Seiten der Gemeinschaftsgräber erheben sich je acht Sarkophage aus Kalksteinblöcken, welche die damaligen 16 Unionsrepubliken symbolisieren und mit Reliefdarstellungen aus dem “Großen Vaterländischen Krieg” 1941-1945 versehen sind.

Unter dem Mausoleumshügel, als eigentlichem Zentrum der Anlage, sind weitere 200 tote Rotarmisten beigesetzt. Der Innenraum im Kuppelbau des Mausoleums ist mit einem Mosaikfries ausgekleidet, der Vertreter der 16 sowjetischen Unionsrepubliken bei der Totenehrung darstellt. Das Mausoleum wird von einer 70 Tonnen schweren Sowjetsoldaten aus Bronze mit gesenktem Schwert gekrönt. Auf seinem Arm trägt der Soldat ein gerettetes deutsches Kind und zu seinen Füßen liegt ein zerschmettertes Hakenkreuz. Ehrenhügel, Mausoleum und Standbild bilden zusammen eine Höhe von 30 Metern.

Berliner Stadtmagazin

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