Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Oper.
- Allgemeines (3)
- Ausstellung (5442)
- Öffentliche Diskussion (46)
- Ballett (20)
- Bälle & Galas (1)
- Berlin Live! (1)
- Blogroll (3294)
- Chanson (9)
- Clubbing (3)
- Comedy (45)
- Führung (155)
- Festivals & Veranstaltungsreihen (4)
- Filmtipps (10)
- Freizeitangebot (661)
- Hörspiel (6)
- Hörtheater (1)
- Kabarett (354)
- Kammermusik (32)
- Kammerspiele (26)
- Kinder (35)
- Klassische Konzerte (45)
- Komödie (31)
- Konzert (213)
- Leseshow (3)
- Lesung (8)
- Literatur (2)
- Live auf Großbildschirm (14)
- Livemusik (695)
- Messe (15)
- Musical (109)
- Musik-Comedy-Kabaret (7)
- Naherholung (264)
- Oper (93)
- Party (853)
- Puppentheater (6)
- Senioren (35)
- Showtime (296)
- Sport (20)
- Sprechtheater (1)
- Tagesempfehlung (10)
- Tanzen (76)
- Theatertipps (757)
- Trödelmarkt (2)
- Uncategorized (2)
- Varieté (32)
- Veranstaltung (30)
- Vorlesung (5)
- Vortrag (3)
- Wissenschaft (14)
- Zirkus (10)
- 6.9.2010: Ausstellung am 06.09.2010, Ausstellung des 1. Berliner DDR Motorrad-Museum / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Naherholung am 06.09.2010, Erholungspark Marzahn / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Kabarett am 06.09.2010, Das GUIDO-PRINZIP / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Ausstellung am 06.09.2010, Teotihuacan / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Ausstellung am 06.09.2010, Maler interpretieren DIE MAUER / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Showtime am 06.09.2010, Le Jeu - Das Spiel eines Magiers / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Freizeitangebot am 06.09.2010, Botanische Garten Berlin-Dahlem / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Konzert am 06.09.2010, SOMMER-WOCHEN-KONZERTE / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Ausstellung am 06.09.2010, Die Akademie der Künste am Hanseatenweg / Tip des Berliner Stadtmagazin
- 6.9.2010: Ausstellung am 06.09.2010, Museum für Byzantinische Kunst im Bode-Museum / Tip des Berliner Stadtmagazin
Berlin Blues & Co
Clubs
Fotografen
Kabarett- & Comedytipps in Berlin
Konzertagenturen
Livemusiktipps in Berlin
- A-Trane Jazz-Club Berlin Charlottenburg
- BADENSCHER HOF
- Café Garbáty (Ersatzspielort)
- Celtic Cottage - The Irish Pub -
- Die Eierschale
- Die kleine Weltlaterne
- Franz Club
- Jammin Charlot
- Jazz in Town
- Junction Bar Berlin - Live Music & DJ Every Day
- Kesselhaus-Berlin
- Kulturbrauerei
- Leydicke
- Quasimodo
- Rickenbackers Music Inn
- STEINHAUS-BERLIN
- Straßenbahn
- Tom Blacksmith & The Soulminers
- Western Saloon Berlin
- Yorckschlösschen
Theater
- Admiralspalast
- Arena Berlin
- Bar jeder Vernunft
- Berliner Festspiele
- Berliner Kabarett Theater - Die Wühlmäuse GmbH
- Berliner Kriminal Theater
- BLUEMAX Theater
- CHAMÄLEON Berlin | Musik Theater Varieté
- Das Berliner Ensemble - ein Theater für Zeitgenossen
- Deutsche Oper Berlin
- Deutsches Theater Berlin
- Friedrichstadtpalast Berlin
- GRIPS Theater Berlin
- HEBBEL AM UFER
- Kleines Theater am Südwestkorso GmbH - in Berlin-Friedenau
- Komische Oper Berlin
- Kriminaltheater
- Maxim Gorki Theater Berlin
- Neuköllner Oper - Seien Sie begrüßt
- Renaissance Theater - WILLKOMMEN
- Schaubuehne am Lehniner Platz
- Staatsoper Unter den Linden - Berlin
- Stars In Concert: Entertainment der Spitzenklasse!
- Theater und Komödie am Kurfürstendamm
- TIPI Zelt am Kanzleramt
Verlage
Werbeagenturen
Archiv der Kategorie Oper
Oper am 03.09.2010, Brachland / Tip des Berliner Stadtmagazin
3.9.2010 von Dr. B..

Im Zentrum des Abends steht der kleine Treck unerschrockener „Raumpioniere“, die der Stadt den Rücken kehren, um auf dem Land ihre Projekte zu verwirklichen. Sie denken urban, sind global vernetzt - und bringen die Bio-Produkte mit dem Auto aufs Land, weil es die dort nicht zu kaufen gibt. Die acht Performerinnen von “leitundlause” schlüpfen in unterschiedlichste Rollen, preisen als Maklerinnen Wohnprojekte an, agieren als Experten für Stadtplanung und ländliche Entwicklung, beschäftigen sich mit den Problemen der creatio ex nihilo, üben sich in Langeweile und Müßiggang, erfinden Projekte über Projekte und begeben sich so auf die Suche nach dem Modell für ein neues Leben.
Die Musik setzt an der romantischen Naturauffassung, die schon immer eine Projektion der Städter war, an und spannt von hier aus einen weiten Bogen, vom Pionierhaften in der Musik von Charles Ives und Morton Feldman über die musikalische Rhetorik des Neuen, etwa in der ‚Sinfonie aus der Neuen Welt’ oder der Werbemusik der 60er Jahre, bis hin zur Musik deutscher Westernfilme und neu arrangierter Songs.
Nach “Geschichten aus dem Plänterwald” und “Referentinnen. Geschichten aus der zweiten Reihe” bringen das Ensemble “leitundlause” und die Neuköllner Oper das Schlussstück ihrer gemeinsamen Berlin-Trilogie heraus, das diesmal die Entwicklung von Stadt und Land und das Leben nach dem Ende der Wachstumsgesellschaft unter die musiktheatrale Lupe nimmt.
Das Projekt entsteht als Koproduktion mit der Stiftung Bauhaus Dessau und in Kooperation mit der IBA Stadtumbau 2010.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 02.09.2010, Brachland / Tip des Berliner Stadtmagazin
2.9.2010 von Dr. B..

Im Zentrum des Abends steht der kleine Treck unerschrockener „Raumpioniere“, die der Stadt den Rücken kehren, um auf dem Land ihre Projekte zu verwirklichen. Sie denken urban, sind global vernetzt - und bringen die Bio-Produkte mit dem Auto aufs Land, weil es die dort nicht zu kaufen gibt. Die acht Performerinnen von “leitundlause” schlüpfen in unterschiedlichste Rollen, preisen als Maklerinnen Wohnprojekte an, agieren als Experten für Stadtplanung und ländliche Entwicklung, beschäftigen sich mit den Problemen der creatio ex nihilo, üben sich in Langeweile und Müßiggang, erfinden Projekte über Projekte und begeben sich so auf die Suche nach dem Modell für ein neues Leben.
Die Musik setzt an der romantischen Naturauffassung, die schon immer eine Projektion der Städter war, an und spannt von hier aus einen weiten Bogen, vom Pionierhaften in der Musik von Charles Ives und Morton Feldman über die musikalische Rhetorik des Neuen, etwa in der ‚Sinfonie aus der Neuen Welt’ oder der Werbemusik der 60er Jahre, bis hin zur Musik deutscher Westernfilme und neu arrangierter Songs.
Nach “Geschichten aus dem Plänterwald” und “Referentinnen. Geschichten aus der zweiten Reihe” bringen das Ensemble “leitundlause” und die Neuköllner Oper das Schlussstück ihrer gemeinsamen Berlin-Trilogie heraus, das diesmal die Entwicklung von Stadt und Land und das Leben nach dem Ende der Wachstumsgesellschaft unter die musiktheatrale Lupe nimmt.
Das Projekt entsteht als Koproduktion mit der Stiftung Bauhaus Dessau und in Kooperation mit der IBA Stadtumbau 2010.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 27.05.2010, L’étoile / Tip des Berliner Stadtmagazin
27.5.2010 von Dr. B..

Chabrier schrieb mit »L’étoile« eine Offenbachiade, die sehr französisch, charmant, flink und subtil in Wort und Musik gesetzt ist. Die Musik rast über die wahnwitzige Handlung hinweg, so dass nicht nur den Protagonisten Hören und Sehen vergeht. Das Stück hält sich weder bei Gags noch bei Kunstfertigkeiten allzu lange auf. Der günstige Stern des Titels scheint nicht nur über Lazuli, sondern über der ganzen Musik zu stehen. Ganz uneitel hat Chabrier sein Talent hier umgesetzt – brillant und mit Spaß. Und selten hat ein Wagner-Verehrer, wie Chabrier es war, sich so glücklich und selbstsicher unbeeinflusst von seinem Vorbild gezeigt.
Für die Berliner Neuinszenierung konnte der amerikanische Sänger und Regisseur Dale Duesing gewonnen werden, der bereits in seiner Frankfurter Inszenierung von Rossinis »Il viaggio a Reims« einen überbordenden absurden Humor unter Beweis stellte. Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wird dabei zum ersten Mal eine Premiere an der Staatsoper Unter den Linden musikalisch leiten und diesen Juwel der französischen Opèra comique zum Leuchten bringen.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 19.05.2010, L’étoile / Tip des Berliner Stadtmagazin
19.5.2010 von Dr. B..

Chabrier schrieb mit »L’étoile« eine Offenbachiade, die sehr französisch, charmant, flink und subtil in Wort und Musik gesetzt ist. Die Musik rast über die wahnwitzige Handlung hinweg, so dass nicht nur den Protagonisten Hören und Sehen vergeht. Das Stück hält sich weder bei Gags noch bei Kunstfertigkeiten allzu lange auf. Der günstige Stern des Titels scheint nicht nur über Lazuli, sondern über der ganzen Musik zu stehen. Ganz uneitel hat Chabrier sein Talent hier umgesetzt – brillant und mit Spaß. Und selten hat ein Wagner-Verehrer, wie Chabrier es war, sich so glücklich und selbstsicher unbeeinflusst von seinem Vorbild gezeigt.
Für die Berliner Neuinszenierung konnte der amerikanische Sänger und Regisseur Dale Duesing gewonnen werden, der bereits in seiner Frankfurter Inszenierung von Rossinis »Il viaggio a Reims« einen überbordenden absurden Humor unter Beweis stellte. Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wird dabei zum ersten Mal eine Premiere an der Staatsoper Unter den Linden musikalisch leiten und diesen Juwel der französischen Opèra comique zum Leuchten bringen.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 19.05.2010, Hoffmanns Erzählungen / Tip des Berliner Stadtmagazin
19.5.2010 von Dr. B..

Inszenierung … Thilo Reinhardt
Bühnenbild … Paul Zoller
Kostüme … Katharina Gault
Dramaturgie … Ingo Gerlach
Chöre … Robert Heimann
Licht … Franck Evin
Hoffmann … Erin Caves
Die Muse/Niklas … Elisabeth Starzinger
Lindorf/Coppelius/Mirakel/Dapertutto … Carsten Sabrowski
Andreas/Cochenille/Franz/Pitichinaccio … Christoph Schröter
Olympia … Cornelia Götz
Antonia … Karen Rettinghaus
Giulietta … N. N.
Stimme der Mutter … Christiane Oertel
Nathanael/Spalanzani … Adrian Strooper
Hermann/Schlemihl … Ingo Witzke
Lutter/Crespel … Tilmann Rönnebeck
Stella … Ana Filipovic
Barpianist … Wolfgang Singula
Uraufführung 1881 - Premiere am 4. Februar 2007
Ohne Alkohol kann Hoffmann nicht schreiben. Ohne seine Muse, die seit Jahren nicht von seiner Seite weicht, kann er nicht leben. Das will er allerdings nicht wahr haben: Tatsächlich ignoriert er schon seit Jahrzehnten erfolgreich ihre Avancen. Dass Stella, eine unvergessene Exfreundin des alternden Autors, sich nun ausgerechnet in Hoffmanns Stammlokal mit ihrem neuen Verehrer verabredet hat, gibt seinem Trinken einen weiteren Motivationsschub. Selbstmitleid, Alkohol und die Gäste des Lokals bringen ihn dazu, seine vom Scheitern geprägten Liebes- und Lebensgeschichten zu erzählen. Und so berichtet Hoffmann von Püppchen, Künstlerinnen und Edelhuren – und verliert darüber das Wesentliche aus den Augen. Thilo Reinhardts erfolgreiche Inszenierung malt kein pittoreskes Künstlerschicksal, sondern stellt den Menschen Hoffmann in den Mittelpunkt der Konzeption – und legt dadurch die eigentliche Liebesgeschichte der Oper frei.
Pressestimmen …137
Es herrschte einhellige Begeisterung – bei der Generalprobe wie bei der Premiere am Sonntag. Thilo Reinhardt, der erst im September die Regie von dem erkrankten Willy Decker übernommen hatte, und Kimbo Ishii-Eto, dem neuen Kapellmeister der Komischen Oper, ist ein Abend gelungen, der im besten Sinne den Geist des Komische-Oper-Gründers Walter Felsenstein beschwört. Hier geben sich Musik und Theater gegenseitig Kraft, hier wird szenische Intensität möglich durch ein Sängerensemble, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Thilo Reinhardt glaubt an das Werk, vertraut der Partitur und will einfach nur die Geschichte erzählen.
(Der Tagesspiegel, Frederik Hanssen)
Der Clou der ebenso schön anzuschauenden wie konzeptionell starken Inszenierung ist ihr von Paul Zoller großzügig gestalteter Einheitsraum, das holzverschalte Oval eines Festsaals, das die Zeitreise durch ein erzähltes Leben mit räumlichen Konstanten als Wiederholungen in Strukturen des Umbewussten vermittelt. (…) So erinnert das perfekte Zusammenspiel der Musik mit Maske, Licht, Personenführung und Bühnenbild hier an Zeiten, in denen die Komische Oper Berlin einstmals Theatergeschichte schrieb.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Martin Wilkening)
Die Komische Oper Berlin bleibt auf Erfolgskurs. Mit langem Applaus ist am Sonntagabend die Premiere von »Hoffmanns Erzählungen« am kleinsten der drei Berliner Opernhäuser gefeiert worden.
(dpa, Esteban Engel)
Die Aufführung der Komischen Oper bietet, wie zu erwarten, eine weitere Fassung. Sie kann sich durchaus hören und sehen lassen und erspielt sich einen Riesenerfolg … Die Schwierigkeiten mit »Hoffmanns Erzählungen« ergeben sich aus der schlichten Tatsache, dass das Stück nie eine »Originalfassung« kannte, stets nur Bearbeitungen, die es manchmal als Grosse Oper, mitunter als tiefsinnig dramatische Operette behandelten. Tatsächlich vereint sie von allem etwas in sich wie in einem Kaleidoskop, das immer neue Überraschungen hervorsprühen lässt. Reinhardts frische, unzimperliche, aber durchaus respektvolle Inszenierung fängt sie bravourös und einfallsfroh ein.
(Berliner Morgenpost, Klaus Geitel)
Reinhardt muss man loben für seine energische, aber elegante und nie aufdringliche Art dieser Aufklärung (…) das romantische Gefühl selbst mit seinen Teufeln und idealen Frauen hat offenbar keine historische Zeit. Diese altmodisch klingende Unterhaltungsmusik bringt seine Trivialität so präzise zu Gehör, dass sie gute Chancen hat, wieder zum Trend zu werden.
(taz, Niklaus Hablützel)
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 18.05.2010, L’elisir d’amore / Tip des Berliner Stadtmagazin
18.5.2010 von Dr. B..

Regisseur Percy Adlon, einem breiten Publikum bekannt seit seinem Filmwelterfolg »Out of Rosenheim« (»Bagdad Café«) von 1987, ist mit seiner ersten Opernarbeit durch viel Spielwitz, Humor und farbige Bilder ein unterhaltsamer und vergnüglicher Abend gelungen.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 14.05.2010, Der Barbier von Sevilla - Il Barbiere di Siviglia / Tip des Berliner Stadtmagazin
14.5.2010 von Dr. B..

Libretto von Cesare Sterbini nach dem Schauspiel von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Uraufführung am 20. Februar 1816 in Rom
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 29. November 2009
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung
Enrique Mazzola
Inszenierung
Katharina Thalbach
Bühne
Momme Röhrbein
Kostüme
Guido Maria Kretschmer
Chöre
Thomas Richter
Dramaturgie
Angelika Maidowski
Künstlerische Produktionsleitung
Christian Baier
Graf Almaviva
Yosep Kang
Bartolo
Tiziano Bracci
Rosina
Jana Kurucová
Figaro
George Petean
Basilio
Arutjun Kotchinian
Fiorillo
James J. Kee
Berta
Hulkar Sabirova
Ein Offzier
Krzysztof Szumanski
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Die turbulente Geschichte um die Liebe des Grafen Almaviva zu Rosina, die nur durch die Schliche des gewitzten Barbiers Figaro glücklich enden kann, ist seit der Uraufführung der Inbegriff der opera buffa. Rossini entfaltet in seiner Partitur seinen typischen Reichtum an Melodien und mitreißend tempogeladenen Ensembles und Finali. Katharina Thalbach kehrt nach ihrem Publikumserfolg DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN als Regisseurin an die Deutsche Oper Berlin zurück.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 14.05.2010, Fidelio (1805) / Tip des Berliner Stadtmagazin
14.5.2010 von Dr. B..

Inszenierung … Benedikt von Peter
Bühnenbild … Natascha von Steiger
Kostüme … Katrin Wittig
Dramaturgie … Werner Hintze
Chöre … Thomas Riefle
Licht … Franck Evin
Don Fernando … Günter Papendell
Don Pizarro … Carsten Wittmoser
Florestan … Will Hartmann
Leonore … Ann Petersen
Rocco … Jens Larsen
Marzelline … Maureen McKay
Jaquino … Christoph Späth
1. Gefangener … N. N.
2. Gefangener … Ingo Witzke
Extra-Chor … Ernst Senff Chor Berlin
Sounddesigner … Tamer Fahri Özgönenc
Im Anschluss an die Premiere am 25. April 2010 laden wir alle Premierengäste herzlich ins Braunfels-Foyer zu unserer Premierenfeier ein!
Sein ganzes Leben lang trug sich Beethoven mit Plänen für Opernkompositionen, und länger als ein Jahrzehnt rang er mit seinem einzigen schließlich realisierten Projekt: der Oper »Fidelio«. Den Stoff entnahm er einer französischen Rettungsoper, die ihrerseits auf eine wahre Begebenheit zurückgeht: Die Frau eines politischen Häftlings schleicht sich als Mann verkleidet in das Hochsicherheits-Gefängnis ein, wo ihr Gatte festgehalten wird. Es gelingt ihr, das Vertrauen des Kerkermeisters zu gewinnen und den Gefangenen vor dem sicheren Tod zu retten. So sehr Beethoven diese Geschichte mit ihren gewaltigen Möglichkeiten für dramatische Situationen angezogen haben mag, so weit dürfte die Dramatisierung, die ihm seine Librettisten lieferten, hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein. Wo der Komponist nach einer Form suchte, um seinen politischen Überzeugungen Ausdruck zu verleihen, boten ihm seine Textfabrikanten nur konventionelle Dutzendware und konnten auch nichts anderes bieten. Aber Beethoven ließ nicht von seinem Plan und schuf eine Komposition, die die Qualität des Librettos weit überstieg und dem Singspieltext alle Harmlosigkeit austrieb. Eine Musik, die in jedem Takt von Beethovens Vision einer befreiten Menschheit spricht. Unübersehbar sind die Brüche in der – gelegentlich skurrile Züge tragenden – Mischung aus Sing-Spiel, Ideen-Drama, psychologischem Kammerspiel und Oratorium, die 1814 uraufgeführt wurde. Doch es wäre falsch, darin einen Makel des Werkes zu sehen. Denn eben diese Brüche machen die Oper durchlässig für die Erfahrungen der Geschichte. In der Konfrontation mit diesen Erfahrungen bewährt sich Beethovens utopischer Traum von bedingungsloser und aufopferungsfreudiger Liebe, die Impulsgeber und Garant einer menschheitsbefreienden Umwälzung sein kann, als beunruhigende Mahnung und hoffnungsstiftende Projektion besserer Möglichkeiten zugleich.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 13.05.2010, Turandot / Tip des Berliner Stadtmagazin
13.5.2010 von Dr. B..

Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni, nach dem Schauspiel von Carlo Gozzi
Uraufführung am 25. April 1926 in Mailand
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 13. September 2008
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung
Laurent Campellone
Inszenierung
Lorenzo Fioroni
Bühne
Paul Zoller
Kostüme
Katharina Gault
Chöre
William Spaulding
Turandot
Maria Guleghina
Altoum
Peter Maus
Calaf
Roy Cornelius Smith
Liù
Manuela Uhl
Timur
Arutjun Kotchinian
Ping
Nathan De’Shon Myers
Pang
Jörg Schörner
Pong
Yosep Kang
Ein Mandarin
Lucas Harbour
Erste Damenstimme
Heidi Melton
Zweite Damenstimme
Jana Kurucová
Chor der Deutschen Oper Berlin
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Prinzessin Turandot terrorisiert eine Gesellschaft. Allein ihre Verheiratung verspricht das Ende der Gewalt, doch keinem der Kandidaten gelingt es, die Bedingung zu erfüllen und ihre Rätsel zu lösen. Immer wieder vollzieht sich dasselbe Spektakel und endet mit einer neuen Hinrichtung. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema.
Zur Grundlage der Oper, an der Puccini in seinen letzten vier Lebensjahren arbeitete, wählte er mit TURANDOT einen Stoff, der auf ein Märchenstück Carlo Gozzis [1762] zurückgeht. Trotz der exotischen Klänge seiner reichsten und mit den härtesten Dissonanzen ausgestatteten Partitur entfaltet sich in TURANDOT nicht ein puppenhaft-niedliches China, sondern eine von der Atmosphäre unfassbarer Grausamkeit durchdrungene Welt.
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
Oper am 13.05.2010, La Traviata / Tip des Berliner Stadtmagazin
13.5.2010 von Dr. B..

Inszenierung … Hans Neuenfels
Spielleitung … Anisha Bondy
Bühnenbild … Christof Hetzer
Kostüme … Elina Schnizler
Dramaturgie … Bettina Auer
Chöre … Barbara Kler
Licht … Franck Evin
Violetta Valery … Liana Aleksanyan
Flora Bervoix … Karolina Gumos
Annina … Caren van Oijen
Alfred Germont … Timothy Richards
Georges Germont … Aris Argiris
Gaston … Adrian Strooper
Baron Douphol … Karsten Küsters
Marquis d´Obigny … Jan Martinik
Doktor Grenvil … Carsten Sabrowski
Joseph … Jan Proporowitz
Ein Kommissionär … Matthias Spenke
Der Zuhälter … Christian Natter
Violetta will das Leben auskosten, denn ihre Zeit ist knapp. Im Rausch des Augenblicks sucht sie ihre tödliche Krankheit zu vergessen. Von allen begehrt steht sie im Mittelpunkt der vornehmen Pariser Demimonde, an wahre Gefühle aber kann sie nicht mehr glauben. Als ihr jedoch der junge Adlige Alfred glühend seine Liebe erklärt, ist Violetta berührt von seiner Utopie einer universalen Liebe und bricht radikal mit ihrer Vergangenheit: Gemeinsam mit Alfred flüchtet sie in eine scheinbare Idylle der Zweisamkeit, fernab der Großstadt. Doch Alfreds Vater Germont fordert von Violetta die Beendigung dieser Mesalliance, so dass sie schließlich in ihre alten Verhältnisse zurückkehrt. Nach einem öffentlichen Eklat bleibt Violetta allein. Ihr Zustand ist aussichtslos.
Im Gegensatz zur literarischen Vorlage, der Dramatisierung des erfolgreichen Romans La dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J., erzählt Verdi seine Oper aus Violettas Sicht: So wird aus dem teilweise sarkastischen Sittengemälde bei Dumas in »La Traviata« ein musikalisches Seelengemälde. Der Komponist erhebt eine gesellschaftliche Außenseiterfigur, eine »wirkliche Prostituierte«, wie Verdi selbst betonte, zur tragischen Gestalt auf der Opernbühne. In dem äußerst dicht gebauten Kammerspiel, uraufgeführt 1853, verliert seine Musik selbst im höchsten Schmerz nie ihre kraftvolle Schönheit, ihren Belcanto und jene transzendierende Kraft, die hoffnungsvoll auf ein besseres, menschenwürdigeres Leben gerichtet ist..
Pressestimmen …137
Es bleibt ein Kern, eine Nacktheit, die diesen Abend in seiner Konsequenz fast unheimlich macht. Verdis »Traviata«, so zeigt Neuenfels, malt kein gesellschaftliches Sittenbild, verfügt über keinen aberwitzig verwickelten, historistischen Plot und hält es überhaupt wenig mit der Konvention. In der »Traviata« nimmt das Utopische Gestalt an: Oper ohne allen Opernplunder. Ganz pur, ganz innen, ganz Nur-Mensch. (…) Virtuoser geht Regie nicht.
(Der Tagesspiegel, Christine Lemke-Matwey)
Im Dirigenten Carl St. Clair, der damit seine erste Opernpremiere als neuer Generalmusikdirektor des Hauses leitete, hat Neuenfels einen echten Partner gefunden. Grafisch klar ist der Orchesterklang, die Tempi sind zügig, die Rhythmen straff und trocken.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann)
Die Inszenierung von Hans Neuenfels legt in ihrer klaren und sparsamen Konzentration ebenso das wesentliche des Werks frei wie St. Clairs Dirigieren; sie atmet jene »grafische Genauigkeit«, von der Neuenfels im Programmheft spricht.
(Berliner Zeitung, Wolfgang Fuhrmann)
Der Vorhang fällt über eine bemerkenswert mutige Frau, die ja ein reales Vorbild in der damaligen Pariser Gesellschaft hatte. Mehr noch aber gibt die Lehrstunde über Verdi zu denken, die besser als manch vordergründig glanzvollere Aufführung in Erinnerung ruft, warum er einer der größten Musiker aller Zeiten war.
(taz, Niklaus Hablützel)
Geschrieben in Oper | Drucken | Keine Kommentare »
